Biografie


Die deutsch-schweizerische Doppelbürgerin Katharina Jing An Gebauer studierte Sologesang bei KS Eliane Coelho, sowie Komposition bei Christian Minkowitsch an der Konservatorium Wien Privatuniversität. Sie nahm zudem aktiv an Meisterkursen von Joyce McLean, Ernst Häfliger und Sebastian Vittucci teil. Bereits als Kind erhielt sie Violinunterricht beim Vater Michael Gebauer, Ballettunterricht bei Luzia Burgdorfer, sowie Klavierunterricht und Musiktheorie.

Erste Bühnen- und Konzerterfahrung sammelte die junge Sopranistin bereits mit 14 Jahren, als sie kurzfristig im Rahmen eines Zürcher Kammerorchester-Konzerts mit Liedern von György Kurtag einsprang. 2004 sang sie am Opernhaus Zürich den 4. Edelknaben in Wagners „Tannhäuser“ unter der Leitung von Franz Welser-Möst. Mit KS Hilda De Groote trat sie von 2007-2011 in zahlreichen Operettenkonzerten auf, 2011 gründete sie ihre eigene Operettengruppe mit Wolfgang Fritzsche. 2010 sang sie die Adele in der „Fledermaus“ auf der Operettenbühne Hombrechtikon, 2011 war sie im Wiener Theater Akzent im Rahmen der Opernproduktion der Konservatorium Wien Privatuniversität als Madame Herz in Mozarts "Schauspieldirektor" zu erleben. Ihr Einakter „Anatols Hochzeitsmorgen“ wurde 2009 als Auftragswerk der Musikwerkstatt Wien unter der Leitung von Huw Rhys James uraufgeführt, wobei Gebauer die Hauptpartie der Ilona sang.

Mit dem Robert Stolz Promenadeorkest unter der Leitung von André Walschaerts trat Gebauer bereits im Stadttheater Mechelen, so wie im DeSingel Antwerpen auf. Zudem sang sie 2013 beim Jubiläumskonzert von Mammern Classics das Sopransolo in John Rutters „Magnificat“ unter der Leitung von Roger Wellauer. Ihr Debüt im grossen Saal der Tonhalle Zürich gab Gebauer im Mai 2014 unter der Leitung von Sir Roger Norrington mit dem Zürcher Kammerorchester.

Die vielseitige Sopranistin widmet sich auch verstärkt zeitgenössischen Werken, so trat sie in Konzerten mit Olga Neuwirth und Marino Formenti im Wiener Musikverein auf, sowie bei „Wien Modern“ mit „Akanthos“ von Iannis Xenakis.2012 folgte ihr erstes Konzert im Arnold Schönberg Center Wien mit den "Herzgewächsen" von Schönberg. Ebenso ist Gebauer in der Kirchenmusik als Solistin zu erleben, 2014 sang sie erstmals Mozart Requiem unter der Leitung von Lisa Appenzeller.

Mit dem Pianisten Wolfgang Fritzsche verbindet sie seit 2009 eine enge musikalische Zusammenarbeit. Gebauer und Fritzsche treten neben einigen Liederabenden auch in zahlreichen Operettenkonzerten als „Duo Fritzsche-Gebauer“ auf.

Gebauer erhielt für ihre Oper „Sir Lanzelot vom See“ den Sonderpreis der Stadt Zürich für die beste Maturitätsarbeit des Jahres im Kanton Zürich, 1998 und 2003 war Katharina Gebauer Preisträgerin des Schweizer Jugendmusikwettbewerbs, einmal in der Sparte Violine, einmal in der Sparte Gesang, und 2005 errang sie beim 1. internationalen Gesangswettbewerb in Urbania den dritten Preis. 2013 war sie Stipendiatin der DOMS-Stiftung mit der Operettengala „Mit Musik und Tanz rund um die Welt“.

Ihr 1. Liederzyklus nach Texten von Ernestus Mathon wurde im Oktober 2007 im Wiener Konzerthaus uraufgeführt. Katharina Jing An Gebauer komponierte auch drei Auftragswerke (Streichquartette) für Werner Pflanzer, außerdem auch den Einakter "Anatols Hochzeitsmorgen" nach Arthur Schnitzler. Im Rahmen der Purzelkonzerte vom ZKO komponierte Gebauer die Musik zur Geschichte "Kleiner Dodo, was spielst du?". Die Uraufführung fand im September 2013 im ZKO Haus Zürich statt. Ebenso komponierte sie den Liederkreis "Bass mit Spass", welcher im September 2016 im ZKO-Haus uraufgeführt wurde.